Work Sharp Ken Onion MK.2: Kleines Upgrade
Mit der Ken Onion Edition MK.2 überarbeitet der US-amerikanische Hersteller Work Sharp seine beliebteste elektrische Schleifmaschine. Foto: Work Sharp
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Work Sharp überarbeitet mit dem Ken Onion Edition MK.2 seine beliebteste elektrische Schleifmaschine. Für Besitzer des Vorgängers dürfte sich ein Wechsel trotz guter Verbesserungen aber nicht lohnen.

Das Drehrad für den Schleifwinkel ist nun horizontal statt vertikal angebracht und ermöglicht dadurch ein etwas einfacheres Einstellen in 0,5-Grad-Schritten zwischen 15 und 30 Grad. Foto: Work Sharp
Wenn es um Schleifgeräte für die Anwendung in der eigenen Privatwerkstatt geht, dann ist Work Sharp ganz klar Marktführer. Das Unternehmen mit Sitz in Ashland, Oregon spezialisiert sich seit über 50 Jahren auf die Entwicklung und Herstellung von Schärfern, die sowohl von unerfahrenen Anwendern als auch von Profis genutzt werden können. Entsprechend entwickelte sich mit der Zeit ein Sortiment, welches sowohl einfache, manuelle Schleifsysteme wie den Precision Adjust, als auch elektrische Geräte wie den Knife & Tool Sharpener beherbergt.

Die Geschwindigkeit des Schleifbandes kann in sieben Stufen eingestellt werden. Sieben neue LED-Leuchten zeigen die jeweilige Geschwindigkeitsstufe an. Foto: Work Sharp
Ken Onion-Edition für Profi-Anwender
Letzteres ist aufgrund seines besonders guten Preis-Leistungsverhältnisses und der einfachen Bedienbarkeit aber längst nicht nur bei Messerschmieden beliebt, sondern wird auch immer häufiger für das Schärfen kleinerer, privater Messersammlungen genutzt. Wem die Standard-Edition nicht reicht, der konnte bereits früher auf die höherwertigere Ken Onion Edition zurückgreifen. Diese wurde in Zusammenarbeit mit dem gleichnamigen Schmied entwickelt und ermöglicht noch etwas mehr Flexibilität als das Basis-Modell, beispielsweise durch eine größere Abdeckung möglicher Schleifwinkel sowie eine variable Geschwindigkeitsregelung. Zudem kann an der KO-Edition ein Aufsatz befestigt werden, wodurch das Gerät zu einer kleinen Bandschleifmaschine wird.
Neuer Motor, bessere Bedienung
Nach nunmehr drei Jahren nach der Erstveröffentlichung der mittlerweile beliebtesten elektrischen Schleifmaschine hat Work Sharp mit dem MK.2 eine überarbeitete Version herausgebracht, welche gegenüber dem Vorgängermodell leichte Anpassungen und Verbesserungen in der Bedienung versichert. Der KO2, wie er vom Hersteller genannt wird, ist erneut in zwei Versionen erhältlich. Die Basisversion enthält die Schleifmaschine an sich, beim Elite-Modell erhält man das Blade Grinding Attachment, also den Aufsatz, gleich mit dazu. Letzteres ist allerdings auch separat nachkaufbar.

Die Spannung des Schleifbandes lässt sich in drei verschiedene Positionen verstellen. Die höchste Einstellung eignet sich für Kochmesser, die niedrigste für größere Klingen und Äxte. Foto: Work Sharp
Die größte Änderung dürfte der neue Elektromotor sein, welcher die Leistung des Schleifgeräts verbessert. Er garantiert eine Betriebszeit von 30 Minuten am Stück und damit mehr als genug Zeit für das Schleifen eines Messers. Auch die Geschwindigkeitsregelung wurde angepasst. Während die Geschwindigkeit beim Vorgänger über einen Drehknopf am Abzug eingestellt werden musste, kann diese nun bequem über entsprechende Tasten auf der Oberseite des Griffs eingestellt werden. Anschließend kann die Geschwindigkeit mit einer dritten Taste blockiert werden, sodass beide Hände zum Schleifen genutzt werden können. Die sieben Geschwindigkeitsstufen werden dabei von jeweils einer LED-Leuchte repräsentiert.
Schleifwinkel bleiben gleich
Auch an der Schleifwinkeleinstellung hat sich etwas getan: Während der entsprechende Regler früher noch senkrecht auf der Führung saß, wurde die Position bei der überarbeiteten Version verändert, sodass der Regler nun horizontal gedreht werden kann. Kein großer Unterschied, aber doch etwas angenehmer beim Arbeiten mit dem Gerät. Der Schleifwinkel bleibt derweil gleich und kann weiterhin in 0,5-Grad-Schritten zwischen 15 und 30 Grad eingestellt werden.

Der Kopf der Schleifmaschine kann einfach gedreht werden, sodass ein horizontal liegendes Beil ganz einfach geschärft werden kann. Foto: Work Sharp
Verbesserungen gibt es aber auch beim Blade Grinding Attachment. Auch dort wurde das Einstellen des Schleifwinkels dank eines Drehknopfes auf der Vorderseite erleichtert, sodass der Winkel stufenlos eingestellt werden kann. Ein etwas größerer Hebel macht das Austauschen der Schleifbänder unkomplizierter als vorher. Neu ist außerdem, dass die Spannung des Bandes in drei Positionen verstellt werden kann. In der höchsten Position können beispielsweise Küchenmesser, in der mittleren Position Outdoormesser und in der dritten Position größere Klingen wie Äxte geschärft werden.
Upgrade auf MK.2 lohnt nicht wirklich
Alles in allem ist die überarbeitete Version seinem Vorgänger voraus. Die einfachere Bedienung ermöglicht ein noch schnelleres und intuitiveres Schleifen, was gerade im professionellen Einsatz gerne gesehen werden dürfte. Für den Heimbedarf sind die Änderungen zwar nett, ein Upgrade auf die neue MK.2 ist aber nicht lohnenswert, wenn man die erste Version schon zuhause hat. Schließlich wird die Basis-Variante mit bereits über 200 Euro Startpreis erwartet.